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Plasmaspenden kann Leben retten

Heart in famiy hands
Heart in famiy hands
iStock/takasuu

Vor dem ersten Mal gibt es immer viele Fragen – so auch beim Spenden von Blutplasma. Warum jede Spende zählt und wieso spenden eigentlich ganz einfach ist, lesen Sie hier in den FAQs:

Plasma? So wie der Fernseher?

Ja, Plasmaspenden und der Plasmafernseher teilen sich Wortsilben. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Während sich das Plasma im TV-Flachbildschirm rund um Technik und Physik definiert, geht es beim Plasma im Blut um etwas ganz anderes. Ganz grundsätzlich ist Blutplasma der flüssige Bestandteil des Blutes, der dem Transport der Blutzellen dient. Unser menschliches Blut besteht nämlich zu 40 Prozent aus den Blutzellen, also den roten und weißen Blutkörperchen und eben zu 60 Prozent aus Blutplasma. Dieses wiederum enthält 92 Prozent Wasser, 1 Prozent Mineralsalze und 7 Prozent Proteine. Und genau diese Proteine machen das Blutplasma so wertvoll. Denn daraus können lebensnotwendige Medikamente hergestellt werden.

Und warum soll ich überhaupt Blutplasma spenden?

Die Krux am Blutplasma ist, dass man es nicht künstlich herstellen kann. Das heißt, dass allen Medikamenten, die auf Plasma basieren, eine Plasmaspende vorausgehen muss. Das macht Blutplasma zu einem so besonderen Rohstoff. Plasmapräparate könnten also ohne Plasmaspenden nicht hergestellt werden. Daher sind PatientInnen, die entsprechende Medikamente benötigen, auf die Spendenbereitschaft ihrer Mitmenschen angewiesen.

Wer genau braucht Plasma-basierte Medikamente?

Jede und jeder von uns kann in eine Situation kommen, in der die Verabreichung eines Plasma-basierten Arzneimittels notwendig wird. Das kann zum Beispiel im Rahmen eines medizinischen Notfalles sein, wie etwa einem Unfall, oder auch während einer Operation, wie etwa in der Herz-, Gefäß- und Neurochirurgie sowie in der rekonstruktiven Chirurgie oder nach schweren Verbrennungen. Möglich macht das der der sogenannte Zweikomponenten-Fibrinkleber, der unter anderem zur Gewebeklebung, zur Blutstillung und zur Förderung der Wundheilung eingesetzt werden kann. Aber Blutplasma hilft vor allem auch Menschen, die aufgrund einer Immunerkrankung, wie einem Immundefekt, oder seltenen Erkrankung, wie etwa Hämophilie, auf Arzneimittel aus Blutplasma angewiesen sind. 

Das heißt, Plasmaspenden kann also wirklich Leben retten?

Ja, genau! Österreich zählt neben den USA zu einem jener Länder mit einem relativ großen Pro-Kopf-Aufkommen von Plasma. Allerdings steigt auch der Bedarf an Plasma-basierten Medikamenten ständig und damit auch die Zahl an regelmäßig benötigen Spenden. Glücklicherweise ist Plasmaspenden ganz unkompliziert und lässt sich einfach in den Alltag integrieren. 

Ich hab’ Angst vor dem ersten Mal. Was passiert denn da eigentlich?

Angst ist beim Plasmaspenden völlig unbegründet! Denn Plasmaspenden ist absolut sicher. Alles was man tun muss, ist sich zirka eineinhalb Stunden Zeit zu nehmen, in ein Plasmazentrum zu gehen, die Ärmel hochzukrempeln und es sich auf einer Liege bequem zu machen – ähnlich wie beim Blutspenden. Den Rest erledigen die ÄrztInnen bzw. das medizinische Fachpersonal, das immer vor Ort anwesend ist. Vor der ersten Plasmaspende wird außerdem ein ärztlicher Gesundheits-Check durchgeführt. Spenden kann man übrigens regelmäßig und sogar bis zu 50 Mal im Jahr. Obendrein gibt es für den Zeitaufwand nach jeder Plasmaspende eine finanzielle Entschädigung. Es lohnt sich also – nicht nur für einen selbst, sondern vor allem für alle, die dankbar dafür sind, dass es Plasma-basierte Medikamente gibt!


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