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Die Normalität nicht aus den Augen verlieren

Photo: Green Chameleon vis unsplash

Evelyn Groß

Präsidentin der ÖMCCV

Wie schafft man es, CED in den Homeoffice-Alltag zu integrieren?

Prinzipiell ist CED mit Homeoffice sehr gut zu vereinbaren, denn man kann sich die Zeiten besser einteilen, hat seine eigene Toilette stets zur Verfügung und muss seine CED nicht verstecken. Soziale Isolierung ist aber das Stichwort – diese wird durch Homeoffice leider noch weiter verstärkt.

Ist der geänderte Arbeitsalltag eine zusätzliche Belastung? Wie schafft man Normalität?

Ein individueller Alltag ist meist bevorzugt. Kommen aber noch Kinderbetreuung und Homeschooling dazu, sind die Anforderungen enorm. Die Normalität darf man nicht aus den Augen verlieren, die Arzttermine sollten unbedingt eingehalten, die Medikamente weiter besorgt und eingenommen werden.

Wie kann man sich trotz Lockdown Unterstützung holen, falls man diese benötigt?

Unterstützung bieten alle Zweigstellenleiter und Ansprechpartner der ÖMCCV, weiters auch das E-Mail-Postfach und die Telefon-Sprechstunde mit Prof. Vogelsang sowie die CED-Helpline. Wichtig ist, das Gespräch zu suchen und sich nicht in Sorgen und Ängsten zu vergraben!

Bewegung, Ernährung, Entspannung!

Mag. Claudia Fuchs

Projektleiterin des CED-Kompass

Morbus Crohn seit 2014

CED stellt für das Immunsystem zusätzlich zur kalten Jahreszeit eine enorme Belastung dar. Wie kommt man damit durch den Winter? Haben Sie konkrete Tipps für Betroffene? Worauf muss man besonders achten?

Meine persönliche Strategie zur Stärkung des Immunsystems beinhaltet 3 Bereiche: Bewegung, Ernährung, Entspannung! Wie man das Ganze dann konkret im Alltag umsetzt, muss aber jede/r CED-Betroffene/r für sich entscheiden. Denn schließlich sind auch die körperlichen Einschränkungen durch die Erkrankung bei uns allen anders ausgeprägt.

Bewegung ist wichtig! Ob es ein ausgedehnter Spaziergang in der Natur, eine Joggingrunde oder ein Radausflug ist – Hauptsache man fühlt sich wohl dabei. Entspannen Sie sich: ein warmes Bad, genügend Schlaf und einfach mal nicht stressen lassen! Ernähren Sie sich gesund, kochen Sie möglichst frisch und wählen Sie die Zutaten bewusst aus. So weiß man auch genau, was man isst und kann mögliche Unverträglichkeiten leichter erkennen. Außerdem lohnt es sich, den Vitamin- bzw. Nährstoffstatus im Auge zu behalten. Um mögliche Mangelerscheinungen auszuschließen, ist hier die Rücksprache mit dem Arzt wichtig.

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