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Es mangelt an Aufklärung

istockphoto / fizkes

Österreich weist im europäischen Vergleich die zweithäufigste Rate an Operationen am Grauen Star auf. Die Augenerkrankung beginnt schleichend –
Betroffene wissen oft nur wenig darüber Bescheid.

Millionen Operationen werden weltweit pro Jahr durchgeführt, 100.000 in Österreich. Die Katarakt-OP ist die in Österreich am häufigsten durchgeführte Operation, ein Routineeingriff, der nur 10 Minuten dauert. In den meisten Fällen können die PatientInnen schon am nächsten Tag wieder klar sehen. Der Graue Star ist Hauptursache für vermeidbare Erblindung und ist dafür verantwortlich, dass weltweit 20 Millionen Menschen das Augenlicht verlieren. Die im Alter einsetzende Trübung der Linse ist gut behandelbar – es mangelt allerdings an Aufklärung. Das zeigt eine Studie, für die SeniorInnen in zwölf Ländern zum Thema Augengesundheit befragt wurden: 43 Prozent der Befragten wussten nicht, dass es sich bei der Erkrankung um einen natürlichen Prozess des Alterns handelt.

Symptome und Behandlung

Der Verlauf ist schleichend. Erstes Anzeichen ist oft erhöhte Blendungsempfindlichkeit. Dann lässt die Sehkraft nach und die Umwelt wird grauer. Viele Betroffenen wissen nicht, dass man im Zuge einer Katarakt-Operation auch Sehstörungen wie Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) behandeln kann.
Bei allen über 60-Jährigen besteht das Risiko einer Erkrankung, welches sich durch Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit erhöht. Eine bewährte Behandlungsmethode ist die operative Entfernung der getrübten natürlichen Linse und deren Ersatz durch eine künstliche Intraokularlinse. Das ermöglicht 96 Prozent der PatientInnen, nach dem Eingriff nicht mehr auf eine Brille angewiesen zu sein.

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