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Schlaf und Erholung

Ein Mittel gegen den Schlafmangel

Office routine. Projects and deadlines. Overtime schedule. Tired young male manager sleeping at work.
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iStock/golubovy

Wer nicht schlafen kann, fühlt sich schlecht. Das hat oftmals etwas mit dem Hormonhaushalt zu tun. Ein Faktencheck zu Melatonin.

  1. Melatonin ist ein körpereigenes Hormon und wird in einer winzigen Drüse des Zwischenhirns produziert. Es steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers. Bei Dunkelheit wird es aus der Drüse ins Blut ausgeschüttet, wodurch Müdigkeit entsteht. Fällt tagsüber Licht ins Auge, wird die Ausschüttung des Hormons ins Blut eingestellt.

  2. Die Melatoninkonzentration im Blut steigt im Verlauf einer Nacht bei älteren Menschen um den Faktor drei, bei jüngeren um bis zu Faktor zwölf. Gegen drei Uhr früh wird das Maximum erreicht, wobei auch die Jahreszeiten dabei eine Rolle spielen, auf die die Hormonproduktion sich reaktiv einstellt.

  3. Wenn nur wenige Stunden Tageslicht vorherrschen, so wie etwa im Winter, bleibt der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht. Schlafstörungen und Winterdepressionen können als Folge dessen ebenso auftreten wie generelle Müdigkeit.

  4. Der Körper stellt mit zunehmendem Alter weniger Melatonin her. Gerade bei älteren Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, ist der Melatoninspiegel im Blut zumeist spürbar niedriger als bei Gleichaltigen, die sich über einen ungestörten Schlaf freuen können.

  5. Bei zunehmendem Melatoninmangel nimmt die durchschnittliche Schlafdauer ab und Schlafprobleme treten gehäuft auf. Wer an diesem Mangel leidet, schläft später ein und erholt sich weniger. In solchen Fällen können Melatoninpräparate helfen, die zum Einschlafen benötigte Zeit zu verkürzen.

  6. Studien haben gezeigt, dass Melatonin hilft, die innere Uhr wieder richtig einzustellen – etwa nach einem Langstreckenflug über mehrere Zeitzonen oder bei Jugendlichen, die in der Pubertät manchmal erst um zwei Uhr früh einschlafen. Auch bei Schichtarbeit kommt es zu Verschiebungen im Melatonin-Haushalt. Betroffenen kann die zusätzliche Einnahme von Melatonin wieder zu einem geregelten Schlafrhythmus verhelfen.
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