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Schlaf und Erholung

Fußballtalent, Powerfrau und Vollzeit-Hacklerin

© Foto: ÖFB/Christopher Glanzl

Jasmin Eder, 27, Nationalspielerin und Fußballtalent beim SKN St. Pölten, geht „ganz nebenbei“ noch Vollzeit arbeiten. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt, erzählt sie am Rande des ÖFB-Fotoshootings.

Du wirst um 3 Uhr in der Früh aufgeweckt – was kannst du sofort?

Um 3 Uhr in der Früh kenn ich mich erstmal gar nicht aus. Da weiß ich nicht einmal, auf welchem Planeten ich mich befinde oder welcher Tag eigentlich ist – da ist primär einfach nur Schock.

Wie schaut deine typische Abendroutine aus?

Ich spiele ja in St. Pölten. Dementsprechend spät komme ich auch heim, weil ich in Wien wohne. Das heißt, ich komme erst gegen 10 Uhr heim und bereite dann meine Tasche für den nächsten Tag vor. Danach esse ich noch was, lese oder schaue fern und falle dann auch schon relativ schnell ins Bett.

… und am Morgen?

Das kommt drauf an. Manchmal fällt mir das Aufstehen ganz schwer, dann mache ich mich in 20 Minuten fertig, schnell noch ein Kaffee und los. An freien Tagen frühstücke ich gern in Ruhe, mit Familie, Freunden oder auch einmal allein.

Wie schaut ein idealer, trainingsfreier Tag für dich aus?

Freie Tage verbringe ich am liebsten mit meiner Familie und meinen Freunden, weil ich echt viel unterwegs bin und meistens eingedeckt bin mit Arbeit und Fußball. Wenn dann Zeit ist, genieße ich sie sehr. Um einfach mal abzuschalten, gehe ich auch gern durch die Stadt spazieren – ganz gemütlich. An solchen Tagen geh ich dann Kaffee trinken, nehme mir die Zeit zu kochen. Ja … wenn sich das alles an einem Tag ausgehen würde, dann wär das mein idealer trainingsfreier Tag.

Der Arzt verordnet Urlaub – wo geht’s hin und mit wem?

In der kalten Jahreszeit auf alle Fälle in den Süden, ins Warme. Mitnehmen würde ich Freunde und Familie. Ich habe auch eine kleine Nichte, mit der ich viel Zeit verbringe, sie würde ich auch mitnehmen.

Hast du Tipps zum Schlafen in Hotelbetten?

Tipps … mir ist das nicht so wichtig. Ich habe schon in einem Caravan und in richtig schönen Hotels geschlafen. Wenn man in guter Gesellschaft ist, dann passt das schon.

Stell dir eine fünfjährige Kickerin vor, die dich als großes Vorbild hat – was möchtest du ihr mit auf den Weg geben?

Es wird oft schwierig werden, Fußballerin zu sein ist nicht immer rosig, denn viele werden dich nicht so akzeptieren, wie du bist. Bei mir war das damals noch so, dass es nicht „normal“ war, als Mädchen Fußball zu spielen. Man hört dann so Fragen wie: „Ist das ein Mädchen oder ein Bub?“ – Das ist in diesem Alter nicht unbedingt schön, zu hören. Aber man muss sich einfach selbst treu bleiben, seid mutig, steht dazu. Dann funktioniert es auch.

Wie hältst du dich fit in der kalten Jahreszeit?

Wir haben da ein vorgeschriebenes Trainingsprogramm, in dem viele Grundlagenläufe vorkommen. Ich gehe zusätzlich schon seit ca. sechs Jahren im Winter zu meinem Athletiktrainer und da arbeiten wir an Sensomotorik, Grundlagen und Verletzungsprophylaxe – solche Sachen sind natürlich extrem wichtig.

Wie findest du die Balance zwischen Training und Entspannung?

Das kann ich leider nicht so leicht abgrenzen. Bei mir ist es nämlich nicht nur Training und Entspannung, sondern da kommen auch noch 40 Stunden Arbeit dazu. Das alles unterzubringen, ist schon eine Herausforderung, der ich mich jetzt seit ca. einem Jahr stelle. Dazu habe ich noch fünfmal wöchentlich in St. Pölten Training und Spiel. Mein Zeitmanagement muss schon sehr gut sein.

Ich habe auch mit Yoga angefangen, was ich echt cool und entspannend finde. Dazu meditiere ich auch manchmal. Was mir aber am allerwichtigsten ist, ist jede freie Minute mit meinen Liebsten zu verbringen. Ich wäre am liebsten überall dabei und würde alles gleichzeitig machen, aber ich habe schon gelernt, dass man sich auch für sich selbst Zeit nehmen muss, um runterzukommen.

Lieblingslied zum Abschalten?

Bloom – Paper Kites

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