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Smart Speaker, die perfekte Alltagshilfe?

Woman Using Gesture Control With Digital Assistant At Home In Kitchen
Woman Using Gesture Control With Digital Assistant At Home In Kitchen
iStock/Daisy-Daisy

14 Prozent der österreichischen Haushalte verwenden bereits einen Smart Speaker in ihrem Eigenheim. Der Smart-Home-Markt umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die den Alltag erleichtern sollen.

Smart Speaker

Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen, intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Zentrales Steuerungselement dafür sind sprachgesteuerte Lautsprecher mit integrierter künstlicher Intelligenz, die heute noch exklusiv von nur zwei Anbietern vertrieben werden. Allein in Deutschland meinten 71 Prozent der Befragten, dass sie einen Smart Speaker besitzen. Smart Speaker sind mit dem Internet verbunden und können neben Radiosendern und Musikstreamingdiensten auch zur Steuerung von Licht oder Temperatur im Raum oder auch zum Erstellen von Einkaufslisten verwendet werden. Woher kommt also die Skepsis gegenüber den smarten Alltagshelfern und worin liegen die Herausforderungen?

Datenschutz und Privatsphäre

Viele KonsumentInnen wünschen sich zwar ein sprachgesteuertes und einfach bedienbares Smart Speaker System im sich ihren Alltag zu erleichtern, haben aber gleichzeitig große Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Privatsphäre. Denn wer möchte schon in seinen eigenen vier Wänden abgehört werden?

Doch inwiefern hört der Smart Speaker unsere Gespräche wirklich ab und ist es genau nachvollziehbar, was mit den Aufzeichnungen des Gesagten geschieht? Die Antwort: Jein. Die aufgezeichneten Sprachpakete werden in den jeweiligen Apps als Liste gesammelt. Dort können NutzerInnen sie sehen, anhören, bewerten und auch löschen. In der Liste wird deutlich, wo die Spracherkennung noch Schwächen hat und wann das Gerät fälschlich aktiviert wurde. Diese Aufnahmen können NutzerInnen aktiv löschen und damit auch den Algorithmus trainieren. Gleichzeitig gibt es aber auch zunehmend Berichte, dass Firmen die Aufzeichnungen analysieren und auswerten. Es gibt beispielsweise bestätigte Berichte von Bloomberg, wonach überall auf der Welt einzelne Aufzeichnungen angehört, abgetippt und genutzt werden, um die Spracherkennung zu verbessern.

Prävention gegen Abhörung

Die bisher sicherste Prävention gegen Abhörungen? Stromstecker ziehen. Wer sich unwohl fühlt und trotzdem nicht auf den digitalen Assistenten verzichten möchte, kann natürlich auch den Strom abschalten und das Gerät gezielt nur dann verbinden, wenn es genutzt werden soll. Es gibt allerdings mittlerweile bereits Geräte mit einer so genannten MicDrop Funktion, die das mechanische Abschalten der Mikrophone ermöglicht. Somit kann man sicherstellen, dass keine Software weiter mithören kann, ohne dass der Stecker gezogen werden muss.

Individueller Funktionalitätsmix

Abseits von Sicherheit und Sprachsteuerung beschäftigen sich die Konsumentinnen gemäß Statistiken vor dem Kauf eines Smart Speakers vor allem mit den Themen Portabilität, Soundqualität und smarten Funktionen. Die bisherigen Marktführer haben sich vor allem darauf konzentriert, möglichst schnell Marktanteile zu gewinnen und ihre Geräte so günstig als möglich auf den Markt zu bringen. Dabei waren Funktionalitäten wie Soundqualität, Tragbarkeit, Batterielaufzeiten und ähnliches nicht im Vordergrund. Wie bei allen Dingen muss man sich als Käufer also im Klaren darüber sein, was man möchte. Wer auf gute Soundqualität nicht verzichten möchte, muss auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen und im Zweifel auf die Spezialisten in diesem Gebiet ausweichen. Auch bei der Bedienbarkeit und Performance gibt es große Unterschiede.

Das Fazit

Fakt ist der Smart-Speaker-Markt wächst stetig und wird in Zukunft mit Funktionen wie dem MicDrop vermutlich auch die Datenschutz-Skeptiker überzeugen. Mit Funktionen vom Vorlesen der aktuellen Nachrichten, über die Steuerung von Licht und Wärme, bis hin zum Lieblingssong im richtigen Moment, können die kleinen Haushaltshelfer einem den Alltag erleichtern, weisen bisher aber noch einige Lücken bezüglich des Datenschutzes auf. Und wie bei den meisten elektronischen Geräten gilt auch hier: Informieren Sie sich vor dem Kauf ausgiebig über die Funktionen Ihres Geräts, um das optimale Erlebnis für sich zu finden.

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