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Einfach Zucker: Diabetes (Typ 1) und Ernährung

Diabetes monitor, Cholesterol diet and healthy food eating nutritional concept with clean fruits in nutritionist's heart dish and patient's blood sugar control record with diabetic measuring tool kit
Diabetes monitor, Cholesterol diet and healthy food eating nutritional concept with clean fruits in nutritionist's heart dish and patient's blood sugar control record with diabetic measuring tool kit
iStock/Chinnapong

Seit fast 20 Jahren begleitet mich die Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1. Ich bin gezwungen mich jeden Tag meines Lebens mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen.

Elke Ederer

Einfach-Zucker

Unsere Gedanken steuern unser Handeln und somit auch unsere Essgewohnheiten. Der Körper sagt uns, wann er Hunger hat und worauf er Lust hat…eigentlich. Doch wir haben im Laufe der Zeit verlernt, dies wahrzunehmen und greifen gedankenlos zu Dickmachern, Zuckerbomben und ungesundem Fast Food. Abends wissen wir dann meist gar nicht mehr, was wir alles im Laufe des Tages so in uns reingefuttert haben. Schade eigentlich, denn wir können uns glücklich schätzen, dass uns eine zahlreiche Auswahl an gesunden und wertvollen Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Zum Beispiel in Reformhäusern, auf Märkten oder in Bauernläden lässt sich für jeden das Passende finden. 

Abwechslung macht das Leben süß

Wir leben schon lange nicht mehr nach den Steinzeit-Regeln. Die Gegebenheiten zeigen uns eine bunte Vielfalt an Köstlichkeiten auf. Weiteres machen uns immer mehr Vegetarier und Veganer vor, wie wir uns ohne Tierprodukte lecker und gesund ernähren können. Unzählige Anbieter mit vielfältigen Sortimenten geben uns die Möglichkeit  umzudenken. Vielleicht sollten wir uns öfter in Gedanken rufen, mit frischen Kräutern und Gemüse aus dem Garten zu kochen, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und Speisen und Getränke mit vollem Genuss zu uns zu nehmen.

An Zeit fehlt es uns vor allem dort, wo es uns am Wollen fehlt

Der vermeintliche Stress, den wir uns selbst erschaffen, lässt uns glauben, wir haben keine Zeit um aus frischen Nahrungsmitteln wählen zu können und genussvoll zu essen. Durch den Zeitdruck ist bei vielen auch das Sättigungsgefühl verloren gegangen. Das heißt wir essen ohne Maß und Ziel.

Doch zu entscheiden, was und wann wir etwas zu uns nehmen, liegt immer noch in unseren Händen bzw. in unserem Verstand. Soviel Zeit haben wir und das wissen wir insgeheim auch.
Besonders wichtig ist es, eine Balance zwischen gesundem Essen und ausreichender Bewegung zu finden.

Als Grundvoraussetzung gilt hier, pro Tag nicht mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als der Körper verbraucht.

Außerdem ist es sinnvoll, sein ganz persönliches Wohlfühlgewicht anzustreben und nicht dem Bild von dürren Hungerhaken, wie es uns die Medien gerne vorzeigen, hinterherzujagen. Denn die sind von einem gesunden Körper weit entfernt.
Der erste Schritt, um seine Ernährung umzustellen ist, träge Gewohnheiten zu durchbrechen und alte Verhaltensmuster zu verändern. Dies nimmt zweifelsohne Geduld in Anspruch und den Willen seine Handlungen zu hinterfragen.

WARUM esse ich WAS?

Ein achtsames, bewusstes Essen hat nicht viel mit Kalorienzählen zu tun, sondern auf seinen Körper zu hören und selbst zu entscheiden WANN, WARUM und WIE VIEL man isst. Und wenn man seinem Körper diese notwendige Aufmerksamkeit schenkt, wird er sich mit strahlender Gesundheit bedanken!

Mein Leben mit Diabetes

Als Typ 1-Diabetikerin musste ich im Alter von 13 bereits lernen, alle Lebensmittel in Kohlenhydrate umzurechnen und dann in Insulin-Einheiten. Ständig hatte ich im Kopf, wie sich das Essen auf meinen Blutzuckerspiegel auswirkt und wie auf mein Gewicht? Tag für Tag, Bissen für Bissen.

Als Jugendliche konnte ich mich einfach nicht damit abfinden und vernachlässigte meine Krankheit und somit auch meinen Körper. Heute habe ich gelernt, Verantwortung für mein Essverhalten zu übernehmen.
2014 gründete ich www.einfach-zucker.at, um aufzuzeigen, das man auch mit einer chronischen Erkrankung gut leben kann. Natürlich fällt es mir manchmal schwer, dem Stress und Druck stand zu halten. Aber ich habe akzeptiert, dass lediglich ich selbst für mein Gewicht verantwortlich bin. Ganz nach der Aussage: Man ist, was man isst! Und ich habe schließlich vor, noch viele Jahre in einem gesunden Körper zu leben.

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