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Die Geschichte von Christian Zehetgruber macht Mut: Mit nur noch 1 Prozent Sehvermögen wegen einer ererbten Makuladegeneration ist er Geschäftsführer von VIDEBIS (“Du wirst sehen”).

Dipl.Soz. Christian Zehetgruber

Geschäftsführer VIDEBIS GmbH

318.000Österreicher*innen leben mit einer dauerhaften Sehbeeinträchtigung. Einer von ihnen ist Christian Zehetgruber. Schon sein Großvater und seine Mutter hatten eine sogenannte Makuladegeneration. Die Krankheit machte sich bei Christian bemerkbar, als er noch klein war: „Doch am Leben auf dem Bauernhof konnte ich damit noch gut teilhaben. Ich wurschtelte mich durch die ersten Volksschuljahre“, erzählt er.

Top Ausbildung trotz Sehbeeinträchtigung

Dann sollte Christian wegen der abfallenden Sehleistung auf eine Sonderschule, doch das kam für seine Mutter nicht in Frage. Somit besuchte Christian die Schule für Sehbehinderte in der Zinckgasse in Wien. Dafür musste er zwar täglich vier Stunden pendeln, aber der weite Weg lohnte sich: „Ich bin ein visueller Lerntyp. Zuvor hatte ich mich immer nur aufs Sehen konzentriert. In der Spezialschule zeigte man mir, wie ich meine anderen Sinne schärfen konnte, um das fehlende Sehen auszugleichen“, erinnert sich Christian Zehetgruber.

Mit 17 Jahren startete er bei VIDEBIS als Ferialpraktikant: Man gab dem computeraffinen Christian ein „Kasterl“ in die Hand, welches nur Englisch sprach, mit der Aufgabe eine deutsche Version zu entwickeln. Nach vier Wochen konnte das System deutsch und Christian wurde fester Bestand- teil des Entwicklungsteams . 1996 – nach Abschluss seines Studiums auf der Sozialakademie – bot VIDEBIS ihm einen festen Job an, seit 2000 ist er Geschäftsführer des Unternehmens. In seinem 30-köpfigen Team arbeiten heute 9 Mitarbeiter*innen mit Sehbeeinträchtigung oder Blindheit.

Durch seine persönliche Betroffenheit und seine langjährige Erfahrung hat Christian ein Team aufgebaut, welches umfassend auf die individuellen Sehbedürfnisse der Kund*innen eingeht. „Wir finden nach einer ausführlichen Beratung für jede*n passende Sehhilfen und verbessern so die aktive Teilhabe am Leben. Durch meine technische Leidenschaft setzen wir innovativste Technologien ein, wodurch eine weltweit einzigartige Produktpalette entstanden ist. Im Herzen bin ich immer noch der neugierige Praktikant, der Lösungen für unsere Zielgruppe weiterentwickelt“, sagt Christian Zehetgruber.

Lesen bis zum Schluss, das muss!

Marianne Altena

Interview mit Marianne Altena (65), Pensionierte Lehrerin für Deutsch und Germanistik

Ich kann ohne Bücher nicht. Sie sind mein Leben! Meine private Bibliothek umfasst aktuell gut 7.000 Bände. Doch leider sehe ich seit 2003 zunehmend schlechter, lesen kann ich nur noch mit einer Leselupe. Statt Seite für Seite zu scannen, lese ich Buchstabe für Buchstabe. Das ist ein irrer Abstieg für mich als Leseratte und ehemalige Deutschlehrerin. Nach zwei OPs wegen Grauen Star und einer Netzhautablösung versagte mir mein rechtes Auge den Dienst. Links entwickelte sich eine myope Makuladegeneration. Ich setzte alles daran, solange wie möglich als Lehrerin zu arbeiten. Zum Schluss konnte ich meine Schüler*innen kaum noch erkennen. Trotz entzückender Unterstützung von meinen Schüler*innen und Kolleg*innen musste ich 2017 leider aufhören. Zum Glück absolvierte ich parallel eine Ausbildung zur Mediatorin, so habe ich heute immer noch mit Menschen zu tun. Meine Leselupe habe ich vor einigen Jahren von der Firma VIDEBIS geholt. Ich wurde dort ausgiebig beraten und würde jedem Mitarbeiter dort 10 von 10 Punkten dafür geben: Der große Vorteil in der Betreuung durch das Team lag für mich darin, dass mir die Bürokratie komplett aus der Hand genommen wurde.

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Das Lesegerät liest mir sogar auf Englisch vor!

Heinrich Wally

Interview mit Heinrich Wally (73)

Ich erhielt vor etwa 25 Jahren die Diagnose, dass ich an einer genetisch bedingten Makuladegeneration leide. Seitdem ließ ich meine Augen regelmäßig kontrollieren. Peu à peu ließ die Sehkraft beidseitig nach. Vor etwa drei Jahren stellte man eine inzwischen massive Sehbeeinträchtigung fest, heute bin ich hochgradig sehbehindert. Das Augenlicht ging mir also nicht von einem auf den anderen Moment aus. Bei Gesichtern macht mir das fehlende Sehen zu schaffen: Enge Freunde erkenne ich an ihrer Stimme und ihrer typischen Art, sich zu bewegen. Doch grüßen mich flüchtige Bekannte auf der Straße, dann grüße ich zwar freundlich zurück, frage mich oder meine Frau aber hinterher, wer das war. Ich war ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. Das Gefühl der Straße unter den Rädern fehlt mir schon. Ski bin ich noch lange gefahren, doch damit musste ich aufhören. Das Lesen geht leider auch nicht mehr. Damit hatte ich mich schon fast abgefunden. Doch dann besuchte ich die Firma VIDEBIS. Nach einer sehr kompetenten Beratung habe ich mir ein leistungsstarkes Lesegerät gemietet. Und es klappt: Mit dem „Vocatex +“ kann ich wieder selbst lesen oder mir Texte in einer angenehm klingenden Stimme vorlesen lassen! Für mich bedeutet das ein ordentliches Stück Selbstständigkeit.

Österreichweite COVID-SICHERE Hilfsmittelberatungstage Frühjahr 2021

Kommen Sie zu unseren österreichweiten Beratungstagen und lassen Sie sich in aller Ruhe – mit vorheriger Terminvereinbarung – beraten!

08. – 09. April 2021 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Oberösterreich, Makartstraße 11, 4020 Linz

20. – 21. April 2021 von 10 bis 17 Uhr
VIDEBIS Innsbruck, Amraser Straße 87, 1. Stock, 6020 Innsbruck

13. – 14. April 2021 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Steiermark Augasse 132, 8051 Graz

22. – 23. April 2021 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Salzburg Schmiedingerstraße 62, 5020 Salzburg

15. – 16. April 2021 von 10 bis 17 Uhr
Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten Gutenbergstraße 7, 9020 Klagenfurt

19. – 20. Mai 2021 von 10 bis 17 Uhr
Odilieninstitut Steiermark Leonhardstraße 130, 8010 Graz
Terminvereinbarungen unter 01 / 27 88 333 oder per E-Mail an: [email protected]

Weitere Informationen finden Sie unter www.videbis.at/News/ Einladung-Hilfsmittelberatungstage- Fruehjahr-2021

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