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Besser leben! Mit Hörgerät …

istockphoto / :LightFieldStudios

Ein Hörgerät verschafft Gehör, wie eine Brille für Durchblick sorgt. Doch während die Sehhilfe längst modisches Accessoire geworden ist, wird die Hörhilfe ihr altbackenes Image nicht los. Völlig zu Unrecht, wie dieser Artikel zeigt.

Sogenannte Hörrohre kamen im 17. Jahrhundert als erste Hörhilfen auf, elektrische Hörgeräte wurden Ende des 19. Jahrhunderts erfunden. Sehhilfen dagegen sind bereits seit der Antike in Gebrauch. Die Brille für beide Augen zum Aufsetzen auf die Nase gibt‘s seit Ende des 13. Jahrhunderts, Modelle mit Ohrbügeln seit dem 17. Jahrhundert. Obwohl die Brille den Menschen demnach schon viel länger begleitet als das Hörgerät, avancierte sie erst seit den 2000er-Jahren vom medizinischen Vehikel zum modischen Accessoire. Ein Grund dafür ist sicher, dass sich eine Brille nicht wirklich verstecken lässt. Und so wurde aus der Tragenotwendigkeit eine modische Tugend gemacht. So mancher Zeitgenosse hat seine Brille des coolen Styles wegen nur mit Fensterglas bestückt.

Schlechtes Hören ist kein Grund, sich zu schämen!

Die hohe Akzeptanz der Brille heutzutage resultiert sicher auch aus der Betroffenheit: In Österreich liegt der Anteil der Brillenträgerinnen bei 56 Prozent, der der Brillenträger bei 46 Prozent (Statista, 2017). Damit trägt gut jeder/jede Zweite hierzulande eine Brille. Hörprobleme sind dagegen nicht ganz so verbreitet – etwa jeder/jede fünfte ÖsterreicherIn hat damit zu tun. Doch während heute für den besseren Durchblick wie selbstverständlich zur Brille gegriffen wird, fällt vielen der Griff nach Hörhilfen deutlich schwerer. Demnach gebe es außerdem auch viele Menschen, die sich schämen würden, ein Hörgerät zu tragen. Dabei sind die neusten Hörgeräte oft so klein, dass sie nahezu unsichtbar im Ohr stecken oder dahinter verschwinden. Die strategisch passend gewählte Frisur kann ein Übriges zur Unauffälligkeit der Geräte beitragen.

Moderne Hörgeräte sind winzige Wunderwerke der Technik

Trotz ihrer geringen Größe liefern Hörgeräte der neuesten Generation lebensechten Klang – die moderne digitale Technik macht‘s möglich, dass die Hörminderung optimal ausgeglichen wird. Und das ist längst nicht alles: In unserer Zeit, in der die Zahl der Geräusche ebenso wie ihre Art und Lautstärke stetig zunimmt, ist ein gutes Hörgerät sogar in der Lage, Geräusche aus dem Alltagslärm herauszufiltern, so dass man davon weniger „gestört“ wird.

Zudem sorgen moderne Hörgeräte für eine sehr gute Verbindung (Konnektivität) zu digitalen Lebensgefährten. Via Bluetooth laufen die neuesten Hörgeräte multifunktional, ältere Modelle lassen sich mit einem passenden Funkadapter entsprechend aufrüsten. Die Töne von TV, MP3-Player, Tablet, Radio oder Smartphone landen als Funksignale direkt in den Ohren, ganz so, als trüge man kabellose Kopfhörer. Das verschafft Betroffenen ein Plus an Komfort und Lebensqualität im Alltag: Zum Beispiel kann der Hörgeräteträger mit Ohrgesunden vor dem Fernseher sitzen und dank Ton-Streaming dessen Programm in individuell passender Lautstärke verfolgen, ohne dass diese für alle extra laut sein muss oder ihn die Umgebungsgeräusche stören.

Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden bringt die hochmoderne Tonübertragung neue Klangerfahrungen: Auch an öffentlichen Orten, zum Beispiel in Bahnhofs-, Theater-, Kino-, Konzert- oder Konferenzsälen, bringt die neueste Bluetooth-Übertragungstechnik LE Audio mit LC3 (Low Complexity Communication Codec) individuell bessere Klänge (High Level Audio Qualität) bei zugleich längerer Laufzeit und verkleinerten Akkus der Hörgeräte, selbst dann, wenn die Datenrate via Bluetooth einmal dramatisch absinkt.

Mit Hörgerät gelingt der Anschluss an den Alltag

Wer den Verdacht hegt, schlecht(er) zu hören, sollte daher unbedingt bald zu einem Experten gehen, um einen Hörtest zu machen. Je nachdem, wie dieser ausfällt, folgt eine passende Behandlung, beispielsweise mit dem Tragen eines modernen Hörgeräts. Damit gelingt nicht nur der Anschluss ans alltägliche Geschehen, sondern die aktive Teilhabe daran – und das in allen Lebenslagen: beruflich wie privat.

Und auch wer den Hörtest schon hinter sich hat, aber sein älteres Hörgerät nicht (mehr) trägt (sogenannte Schubladen-Träger), der sollte sich schleunigst mit der neuesten Hörgerätegeneration bekannt machen und sein altes gegebenenfalls austauschen. Die Technik hat Fortschritte gemacht, die sich buchstäblich hören lassen können!

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