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Tablette statt Spritze gegen Allergien

Photo: Diana Polekhina via unsplash

AllergikerInnen können durch spezifische Immuntherapien desensibilisiert werden. Statt Spritzenkur gibt es diese Therapiemöglichkeit nun auch in Tablettenform.

Gerade wenn im Frühjahr die Pollen wieder beginnen zu fliegen, leiden betroffene Menschen unter ihren Allergien und klagen über Beschwerden wie allergischen Schnupfen, Niesattacken, gerötete Augen oder Halskratzen. Aus einer scheinbar harmlosen Pollenallergie kann sich über die Jahre aber auch ein allergisches Asthma entwickeln, das saisonal oder chronisch Husten und sogar Atemnot hervorrufen kann. Daher ist es wichtig, dass allergiegeplagte Menschen mit FachärztInnen über entsprechende Therapiemöglichkeiten sprechen.

Beschwerden lindern – Ursachen bekämpfen

Reichen nun symptomlindernde Medikamente nicht mehr aus, gibt es die Möglichkeit einer allergen-spezifischen Immuntherapie. Die Behandlungsmethode, die auch unter den Begriffen Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung bekannt ist, wird auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen. Der Kern der spezifischen Immuntherapie besteht darin, dass diese bewährte Form der Behandlung nicht nur Beschwerden lindert, sondern zusätzlich auch die Ursache der Allergien bekämpft, um so gleichzeitig auch die Entstehung von weiteren Allergien oder auch Asthma zu verhindern. 

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Nachhaltige Gewöhnung an Allergie-Auslöser

Wie funktioniert nun die spezifische Immuntherapie? Betroffenen PatientInnen wird mehrmals wiederholt und in langsam gesteigerter Dosis das jeweilige Allergen verabreicht. Das führt dazu, dass sich der Körper und im speziellen das Immunsystem nach und nach an das entsprechende Allergen gewöhnt. Dazu wird dieses in regelmäßigen Abständen von vier bis sechs Wochen von FachärztInnen unter die Haut injiziert. Diese nachhaltige Gewöhnung an den Allergie-Auslöser lässt die allergischen Reaktionen weniger stark ausfallen und im besten Fall sogar ganz verschwinden.

Praktisch zu einer besseren Lebensqualität

Lange Zeit konnte die allergen-spezifische Immuntherapie betroffenen PatientInnen nur als Spritzenkur verabreicht werden. Mittlerweile ist diese Therapieform auch als Schmelztablette verfügbar, die einmal täglich eingenommen wird und sich innerhalb von wenigen Sekunden auflöst. Diese moderne und praktische Therapie steht als Behandlungsmöglichkeit unter anderem für Gräser-, Birken- und Ragweedpollen, aber auch für Hausstaubmilben, zur Verfügung. AllergikerInnen können also gezielt und aktiv etwas gegen ihre Beschwerden tun und sich so langfristig selbst eine bessere Lebensqualität ermöglichen.

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